Am 07. Februar 2025 fand im neuen Gerätehaus die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altbach für das Berichtsjahr 2024 statt.
Kommandant Tobias Herlein konnte 35 aktive Kameradinnen und Kameraden, 11 Kameraden der Kindergruppe und der Jugendwehr, einen Kameraden der Altersabteilung, Herrn Bürgermeister Funk, Herr und Frau Gehringer des DRK Altbach, Herrn Löffler vom Polizeiposten Plochingen, die Kommandanten aus Plochingen und Deizisau sowie Vertreter der drei Gemeinderatsfraktionen begrüßen.
In seinem Bericht hat Herlein über der Mannschaftsstärke informiert.
Zum Ende des letzten Jahres waren in Altbach 44 Kameradinnen und Kameraden in der Einsatzabteilung aktiv. Mit Andreas Deichmann, Yousef Al Agho und Elisa Schultheiß konnten drei neue Mitglieder gewonnen werden, leider sind zwei Kameraden ausgetreten, sie sind von Altbach weggezogen.
2024 musste die Wehr 58 mal mit einer Gesamtzeit von knapp 60 Stunden ausrücken, achtmal mehr als im Vorjahr. 34 Einsatzkräfte haben 745 Einsatzstunden geleistet. Durchschnittlich bedeutet das eine Einsatzzeit von rund 21 Stunden pro Einsatzkraft.
Insgesamt waren 11 Brandeinsätze und 32 Hilfeleistungen zu bewältigen, in 19 Fällen wurden Menschen aus zum Teil sehr lebensbedrohlichen Umständen befreit, bei zwei Einsätzen konnten wir leider nicht mehr helfen. Im letzten Jahre wurde die Wehr zu 12 Fehlalarmierungen gerufen, acht mal wegen „Täuschungsalarm in gutem Glauben“ (z.B. wegen Heimrauchmeldern), und vier mal durch Brandmeldeanlagen der Industrie.
Kommandant Herlein berichtete weiter, dass im vergangenen Jahr 21 Übungen innerhalb Altbachs aber auch Übungen mit den Nachbarwehren Plochingen und Deizisau stattgefunden haben.
Jeder einzelne Einsatz habe gezeigt, so Herlein in seinem Bericht, dass Altbach eine gut ausgebildete Feuerwehr habe. Die Ausbildungen, Übungen und Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene seien genau richtig und zeigen Wirkung, jeder könne im Ernstfall sein Wissen und seine Erfahrung genau zum richtigen Zeitpunkt einsetzen. Die Einsätze seien alles andere als alltäglich, keine Routine und zeigen immer wieder die schmale Grenze zwischen Leben und Tod. Besonders belastend ist es dann, wenn die Rettungskräfte zu spät kommen und nicht mehr geholfen werden kann.
In seinem Bericht hat Herlein nochmals die Bedeutung des umgebauten, und zum Rettungszentrum erweiterten, Gerätehauses hervorgehoben. Unter einem Dach seien nun die Feuerwehr und das Rote Kreuz vereint, zudem seien nun die Voraussetzungen gegeben, um bei größeren Schadenereignissen ein Lagezentrum in kurzer Zeit einrichten zu können. Alle haben sich in den neuen Räumlichkeiten schnell eingelebt auch wenn die eine oder andere kleinere „Baustelle“ noch zu erledigen sei.
Kassier Andreas Jäkel konnte die Anwesenden über einen soliden Stand der Mannschaftskasse informieren. Jäkel hat in seinem gewohnt kurzweiligen Vortrag über das vergangene Jahr berichtet und die Anwesenden mit „unnützem Kassenwissen“, wie er es humorvoll genannt hat, keineswegs gelangweilt.
Kassenprüfer Daniel Ernst konnte der Versammlung eine gute und jederzeit nachvollziehbare Kassenführung durch Andreas Jäkel bestätigen.
Über die Entwicklung der Jugendfeuerwehr hat Jugendleiter Marco Otten für die Jugendwehr und Mike Theilinger für die Kindergruppe informiert.
In der Kindergruppe waren im letzten Jahr 12 und in der Jugendfeuerwehr 16 Mädels und Jungs dabei, die von zehn Beteuern ausgebildet und begleitet werden. Insgesamt wurden 620 Übungsstunden geleistet. Otten und Theilinger konnten über interessante Übungen und Veranstaltungen der Kinder und Jugendlichen berichten.
Bürgermeister Funk bat im Anschluss an die Berichte der Amtsträger um die Entlastung der Berichtenden.
Herr Funk bedankte sich bei allen Kameradinnen und Kameraden für das ehrenamtliche Engagement zum Schutz der Gemeinde. Besonders bedankte er sich bei der Kommandantschaft für ihren hohen zeitlichen Einsatz und besonders bei Kdt. Tobias Herlein und Gerätewart Markus Steeg für ihr ausserordentliches Engagement bei der Begleitung des Umbaus des Gerätehauses.
Funk betonte weiter, dass neben den Einsätzen und Übungen sehr viele Stunden für die Organisation, die Pflege des Gerätes und für verwaltungstechnische Aufgaben aufzuwenden seien.
Im Anschluss an die einstimmige Entlastung durfte Bürgermeister Funk Beförderungen aussprechen. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Immanuel Baumann, Serhat Ceylan und Nicolas Thiel befördert.
An der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal wurden Marco Otten und Benjamin de Lenardis geschult. Nach erfolgreicher Ausbildung zum Gruppenführer wurde Marco Otten zum Löschmeister befördert. Benjamin de Lenardis wurde schliesslich nach seiner Ausbildung zum Zugführer zum Brandmeister ernannt.
Herr Bürgermeister Funk gratulierte allen Kameradinnen und Kameraden, verbunden mit dem Wunsch nach einem jederzeit sicheren Feuerwehrdienst.
Nach den Beförderungen hatte der Bürgermeister die besondere Ehre und durfte drei Kameraden für ihren langjährigen Dienst bei der Feuerwehr ehren. Für 25 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr wurde Daniel Ernst das Feuerwehrehrenzeichen in Silber überreicht. Sylvia Ebert und Eberhard Frick wurden für Ihre 40 jährige aktive Zeit geehrt und durften sich das Feuerwehrehrenzeichen in Gold ans Revers heften lassen. Den drei Jubilaren wurden zudem Geschenke der Gemeinde und der Kameraden überreicht. Herzlichen Dank für die langjährige Treue zur Feuerwehr und zum Schutze Altbachs.
Herlein gab einen Ausblick auf das kommende Jahr. Neben der Indienststellung des neuen Fahrzeuges GW-T, daß im März 2025 zur Auslieferung kommt, wird die Planung einer Hocketse sowie die Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplanes im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen. Weiterhin werden die aktiven Kameraden in diesem Sommer zu einem zweitägigen Ausflug nach Nürnberg aufbrechen.
Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Herlein für die gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der Feuerwehr, sowie für die das gute Zusammenwirken mit den Nachbarwehren, dem roten Kreuz und der Polizei. Die Feuerwehr Altbach sei gut ausgestattet, das zeige auch die Anerkennung durch den Gemeinderat, der die Belange der Feuerwehr immer unterstütze.
Um 20:13 konnte der Kommandant die Versammlung schließen und zum gemütlichen Teil mit gemischtem Braten, Spätzle, Gratin und erlesenen Getränken einladen.
Text: Götz Schleith