In den frühen Morgenstunden des 13. März kam es im Heizkraftwerk HKW 2 auf dem Gelände des Kraftwerks Altbach/Deizisau zu einem Brand in einem Kohlebunker. Daraufhin wurden umfangreiche Einsatzkräfte alarmiert. Neben der Feuerwehr Altbach waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Plochingen, Deizisau und Ostfildern (Messzug), der Kreisbrandmeister sowie im weiteren Verlauf die Werkfeuerwehr der Netze BW im Einsatz.

Die Maßnahmen vor Ort konzentrierten sich auf die Überwachung und Kühlung des betroffenen Bereichs sowie auf die Durchführung von Schadstoffmessungen. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden an und wurde anschließend durch das Kraftwerkspersonal und die Werkfeuerwehr weiter überwacht. Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Die Einsatzstelle wurde gegen 12:00 vom Altbacher Einsatzleiter, stv. Kdt. Schieche, an die Werkfeuerwehr übergeben.

Im Laufe des Tages wurde die Einsatzstelle weiterhin kontrolliert, wobei die Messwerte zunächst stabil blieben. Gegen Abend kam es jedoch zu einem erneuten Temperaturanstieg sowie verstärkter Rauchentwicklung. Nach Rücksprache mit der Einsatzleitung wurde um 21:12 Uhr ein weiterer Einsatz ausgelöst.

Zunächst führten Einsatzkräfte unter Atemschutz Messungen durch. Aufgrund der unklaren Lageentwicklung und einer hohen Co2 Belastung im Gebäude wurden zusätzliche Kräfte, darunter der Abrollbehälter Atemschutz aus Esslingen am Neckar sowie weitere Unterstützungseinheiten aus Deizisau und Plochingen, nachalarmiert. Die Feuerwehr Deizisau stellte hierbei ein Löschfahrzeug zur Absicherung möglicher Paralleleinsätze bereit. Für präzise Messungen wurde erneut der Messzug aus Ostfildern hinzugezogen. Zudem wurden weitere Kräfte aus Esslingen zur Durchführung von Entrauchungsmaßnahmen eingesetzt.

Im weiteren Verlauf wurde der Kohlebunker teilweise geleert, das Kraftwerk schrittweise heruntergefahren und vom Netz genommen. Ergänzend wurden Maßnahmen zur Entrauchung umgesetzt sowie Vorbereitungen zur Flutung des Bunkers getroffen. Die kontinuierlichen Messungen von Temperatur und Umgebungsluft zeigten schließlich eine Stabilisierung der Lage, sodass die eingesetzten Kräfte am Samstag ab 06:00 Uhr nach und nach aus dem Einsatz entlassen werden konnten.

Nach Abschluss des Einsatzes erfolgten die üblichen Nachbereitungsmaßnahmen, einschließlich Reinigung, Prüfung und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Geräten.

In Summe waren  die Kameraden bei beiden Einsätzen 16 Stunden vor Ort

Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Kräften sowie den Mitarbeitenden des Kraftwerks für die sehr gute und reibungslose Zusammenarbeit.

Text: Götz Schleith