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Wetteralarm

Wetterwarnung für Kreis Esslingen :
Amtliche WARNUNG vor FROST
Sa, 17.Nov. 00:00 bis Sa, 17.Nov. 09:00
Bundesland: Baden-Württemberg
Es tritt leichter Frost um -1 °C auf.
1 Warnung(en) aktiv
Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 17/11/2018 - 04:32 Uhr

Waldbrandgefahr

© Deutscher Wetterdienst, (DWD)

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Den unorganisierten Löscheinsatz versuchte man durch die Bildung von Feuer - Rotten zu verbessern. Zu diesem Zweck wurden alle tauglichen, männlichen Bürger Feuer Rotten zugeteilt, welchen fest definierte Tätigkeiten zugewiesen waren. Es wurde auch von der Gemeinde versucht, diese Feuer Rotten mit besseren Löschgeräten auszurüsten.

Einem Gemeinderatsprotokoll vom 07. September 1848 ist zu entnehmen:
"Die bereits beschlossene Anschaffung einer Fahrspritze um 700 fl (Gulden) muss verschoben werden, weil die Oberamtsbehörde der Gemeinde Altbach nur den Betrag von 180 - 200 fl zum Kauf einer Feuerspritze genehmigt".

Trotzdem verhandelt die Gemeinde am 17.04.1849 auf dem Altbacher Rathaus mit Fabrikant Kurz aus Stuttgart, dessen Fabrik schon seit 1690 Feuerspritzen herstellte, über den Kauf einer Fahrspritze. Dabei wurde ein "Akkord"- Vertrag ausgehandelt, in dem die Konstruktion und Leistung der neuen Spritze bis ins kleinste Detail aufgeführt wurde. Ein Erlass des Kgr. Württembergs aus dem Jahre 1827 bildete die Grundlage zu diesem Vertrag, in dem unter anderem auch die Vereinheitlichung der Schlauchgewinde (Normung) vorgeschrieben war. Die Spritze sollte einen Windkessel aus Messing erhalten, damit in "unausgesetztem Strahl" gespritzt werden kann, der Wasserkasten musste einen Inhalt von 2 Eimern (ca. 650 l) vorweisen, aus "dürrem, eichenen Holz" hergestellt, inwändig mit Kupfer ausgeschlagen, mit Schraubenbändern gut versehen und doppelt mit Ölfarbe gestrichen sein. Der Wasserstrahl sollte auf einer Entfernung von 120 bis 130 Schuh ( = ca. 35 Meter) ausgeworfen und "14 bis 16 Kubikschuh" Wasser (= ca. 140 Liter) je Minute fördern können. Oberamtmann Klemm machte aus Kostengründen am09. Juni 1849 beim Ruggericht in Zell den Vorschlag, aufgrund der geringen Entfernung der beiden Orte Altbach und Zell - "nur ein viertel Stunde Wegs" - eine gemeinsame Fahrspritze anzuschaffen. Von der Zeller Seite verhandelte als "Unterhändler und Bevollmächtigter" Gemeinderat Klay mit den Altbacher Kollegen folgende Vereinbarung aus:

1. Die Gemeinde Zell tritt in den Vertrag der Gemeinde Altbach vom 17.04.1849 ein und übernimmt die Hälfte der Kosten für die Fahrspritze.

2. Für beide Gemeinden wird zusätzlich eine Handfeuerspritze um 66 fl angeschafft.

3. Es erfolgt ein jährlicher Wechsel dieser Spritzen, wobei jede Gemeinde ihre eigenen Spritzenmeister stellt. Bei der jährlichen Übergabe erfolgt eine genaue Kontrolle der beiden Feuerspritzen.

4. Wenn eine der beiden Gemeinden eine eigene Spritze haben will, so muss dieser Vertrag aufgekündigt und durch das Los bestimmt werden, welcher der beiden Orte die Fahr- bzw. Handfeuerspritze bekommt. Sollte wegen des Übergabepreises keine Verständigung zustande kommen, so soll eine Wertbestimmung der beiden Spritzen durch 3 neutrale Schiedsrichter erfolgen.

In den folgenden 10 Jahren wurden nun alljährlich die beiden Feuerspritzen am 1. Juli ausgetauscht und nie kam es dabei zu Unstimmigkeiten. Die regelmäßigen Überprüfungen durch die Spritzenmeister Schäfer, Barth und Frick aus Altbach bestätigten immer wieder den guten Zustand der Feuerspritzen. Am30. Januar 1860 fanden in Zell dann Verhandlungen wegen einer eigenen Fahrfeuerspritze für jedes Dorf statt, und am 02. Februar fiel die seitherige gemeinsame Feuerspritze durch das Los an die Gemeinde Altbach, welche die Hälfte des Neupreises in Höhe von 400 fl, dafür bezahlen musste. Am 30. März 1865beschloss der Altbacher Gemeinderat zudem, 12 neue Tragbütten und 6 Schapfen anzuschaffen, um den Wasserkasten der Fahrspritze möglichst rasch aufzufüllen, eine Saugvorrichtung gab es an dieser Spritze noch nicht. Kübelmeister Streicher aus Plochingen erhielt den Zuschlag, nachdem ihm zuvor Größe und Qualität der Bütten genauestens vorgeschrieben wurde. Am 24. August 1864 beschloss der Gemeinderat eine Reorganisation der hiesigen Feuerwehr, die damals aus 3 Rotten mit je einem Obmann und einem Stellvertreter bestand. Drei Mann waren als Spritzenmeister und 18 Mann als Pumpenmannschaft eingeteilt. Alle übrigen Männer waren der Löschmannschaft zugeteilt. Da diese Einteilung nicht mehr als ausreichend betrachtet wurde, erfolgte folgende Neueinteilung:

- Die Feuerwehr besteht aus 3 Rotten.
- Jede Rotte stellt 8 Männer als Buttenmannschaft.
- Vier tüchtige, zuverlässige und rüstige Männer bilden eine Rettungsmannschaft.
- Zwei "vertraute" Männer werden als Wachmannschaft eingeteilt.

Die Feuerrotten bewährten sich dennoch nicht. Sie waren schlecht organisiert, undiszipliniert und nicht selten ohne sachkundige Führung. Bei einem Brand entstand ein unbeschreibliches Durcheinander.

FeuerwehrhelmDiese Mängel traten um so mehr in Erscheinung weil die Technik neue Geräte zur Brandbekämpfung entwickelte die von den Feuerwehrmännern nur unzureichend bedient werden konnten. Im Jahre 1877wurde deshalb eine Pflichtfeuerwehr aufgestellt, in der alle tauglichen Männer zwischen 18 und 50 Jahren Dienst tun mussten. Der Altbacher Gemeinderat widersetzte sich jahrelang den Forderungen von Feuerwehrinspektor

Obermüller über die Anschaffung einer neuen Buttenspritze. Anfang 1892 wurde die geforderte Anschaffung vom Gemeinderat auf das nächste Etatjahr verschoben. 1897 wurde bei der Feuerwehrvisitation vom Bezirksfeuerlöschinspektor wiederum empfohlen, eine Buttenspritze anzuschaffen. Der Gemeinderat beschloss nun, "Das königliche Oberamt zu bitten, von der Anschaffung wenigstens heuer Abstand nehmen zu wollen." Der damalige Gemeinderat war von der Notwendigkeit dieser Anschaffung wenig überzeugt, denn die Buttenspritze wurde nie angeschafft.

 

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